Über mo.rph

Lyrik ist keine Randerscheinung der Literatur. Sie ist ihre empfindlichste Form. Dort, wo Sprache an ihre Grenzen gelangt, wo sie tastet, schweigt, widerspricht oder neu beginnt, entsteht ein Raum, den Gedichte seit Jahrhunderten offenhalten.

mo.rph | Journal für Lyrik, Poetik und poetische Gegenwart möchte ein solcher Raum sein.

Das Journal versteht sich als offenes Forum für zeitgenössische Lyrik und poetisches Denken. Es bringt Stimmen unterschiedlicher Generationen, Erfahrungen und ästhetischer Positionen miteinander ins Gespräch. Etablierte Autor*innen begegnen Schreibenden am Beginn ihres Weges; unterschiedliche poetische Handschriften treten in einen Dialog, ohne sich einander angleichen zu müssen.

Wir veröffentlichen Gedichte, poetologische Essays, Gespräche, Übersetzungen, Werkstattnotizen, Rezensionen und literarische Fundstücke. Uns interessieren Texte, die sprachliche Möglichkeiten ausloten, tradierte Formen weiterdenken oder neue Wege erproben. Ebenso wichtig ist uns das Nachdenken über Lyrik selbst: Wie entstehen Gedichte? Welche Fragen stellen sie an Sprache, Gesellschaft und Erinnerung? Welche Formen braucht Dichtung heute?

Das Journal möchte Autor*innen miteinander vernetzen, Gespräche anstoßen und einen Ort schaffen, an dem poetische Positionen sichtbar werden können – unabhängig von Verlag, Bekanntheitsgrad oder literarischer Schule. Wir verstehen Unterschiedlichkeit nicht als Hindernis, sondern als Voraussetzung eines lebendigen literarischen Austauschs.

Lyrik ist eine kleine literarische Gattung. Gerade deshalb braucht sie Öffentlichkeit, Resonanz und Widerspruch. Dieses Journal versteht sich als Einladung zum Lesen, Schreiben, Übersetzen, Diskutieren und Wiederlesen.

Denn jedes Gedicht beginnt mit einer einzelnen Stimme. Literatur entsteht dort, wo Stimmen einander begegnen.

Einreichungen

Das mo.rph | Journal für Lyrik, Poetik und poetische Gegenwart freut sich über Einsendungen unveröffentlichter Gedichte, poetologischer Essays, Übersetzungen und literarischer Kurztexte. Wenn Sie Ihre Arbeiten mit uns teilen möchten, senden Sie diese bitte zusammen mit einer kurzen biographischen Notiz per E-Mail an texte@morphjournal.de. Wir lesen jede Einsendung aufmerksam und freuen uns darauf, neue und etablierte Stimmen kennenzulernen.