Zum Herausgeber
mo.rph | Journal für Lyrik, Poetik und poetische Gegenwart wird herausgegeben von Stefan Plasa, Literaturwissenschaftler, Autor, Dramaturg und Übersetzer. Geboren 1970 in Neubrandenburg, studierte er Germanistik und Anglistik in Greifswald und promovierte über die modernistische Poetik T. S. Eliots und Ezra Pounds. Seine Dissertation Knots und Vortices erschien 2010 im Wilhelm Fink Verlag. Musikdramaturgische Arbeiten für die Opernregisseurin Vera Nemirova führten ihn an das Volkstheater Rostock und das Staatstheater Nürnberg. Er lebt und arbeitet heute im Rheinland und ist an der Universität Bonn tätig. Sein literarischer Schwerpunkt liegt auf der Lyrik sowie auf hybriden Formen zwischen Gedicht, Prosa und Drama. Darüber hinaus übersetzt er englischsprachige Lyrik, unter anderem von T. S. Eliot, Ezra Pound, T. E. Hulme, W. H. Auden, Allen Ginsberg und Louise Glück. Sein erster Gedichtband Echo. ohne Mund erschien im August 2026 im EMPATHIE-Verlag. Der zweite Band nach.richten | die anwesenden verlangen: stille wird derzeit für die Veröffentlichung im Avinus Verlag Hamburg vorbereitet.
Warum dieses Journal?
Lyrik gehört zu den ältesten literarischen Ausdrucksformen – und zugleich zu den leisesten. Gerade deshalb braucht sie Orte, an denen sie nicht um Aufmerksamkeit konkurrieren muss, sondern aufmerksam gelesen werden kann.
mo.rph versteht sich als ein solcher Ort.
Das Journal möchte neue Gedichte veröffentlichen, bedeutende Stimmen der Gegenwartslyrik begleiten, moderne Klassiker neu lesen, Übersetzungen sichtbar machen und poetologische Gespräche eröffnen. Es möchte unterschiedliche Schreibweisen miteinander ins Gespräch bringen – nicht, um Unterschiede einzuebnen, sondern um ihre Eigenart hörbar werden zu lassen.
Herausgeberische Grundsätze
Das Journal veröffentlicht ausschließlich Texte, die die jeweiligen Autorinnen und Autoren selbst zur Veröffentlichung freigegeben haben oder deren Veröffentlichung urheberrechtlich zulässig ist.
Die Urheber- und Publikationsrechte verbleiben selbstverständlich jederzeit bei den Autorinnen und Autoren. Mit der Veröffentlichung im Journal wird kein ausschließliches Nutzungsrecht übertragen. Autorinnen und Autoren können ihre Texte jederzeit auch an anderer Stelle veröffentlichen oder in Buchpublikationen aufnehmen.
Besprechungen, Essays und die Rubrik Resonanz verstehen sich als literarische Annäherungen. Sie möchten keine endgültigen Deutungen liefern, sondern zum Weiterlesen, Weiterdenken und zum Gespräch über Literatur einladen.
Bei der Vorstellung bereits veröffentlichter Werke werden Gedichte grundsätzlich nicht vollständig wiedergegeben, sofern hierfür keine ausdrückliche Genehmigung der Rechteinhaber vorliegt. Stattdessen verweist mo.rph auf die jeweiligen Verlage und empfiehlt ausdrücklich den Erwerb der entsprechenden Bücher über den Buchhandel – insbesondere über unabhängige Buchhandlungen.
Einsendungen
Das Journal freut sich über Einsendungen von Gedichten, poetologischen Essays, Übersetzungen und literarischen Rezensionen.
Jede Einsendung wird sorgfältig gelesen. Da mo.rph unabhängig und ohne institutionelle Redaktion arbeitet, kann die Rückmeldung mitunter einige Zeit in Anspruch nehmen. Nicht jeder Text wird veröffentlicht. Maßgeblich sind nicht literarische Moden oder programmatische Vorgaben, sondern sprachliche Eigenständigkeit, handwerkliche Sorgfalt und die Bereitschaft, der Sprache aufmerksam zuzuhören.
Wenn Sie Ihre Arbeiten mit uns teilen möchten, senden Sie diese bitte zusammen mit einer kurzen biographischen Notiz per E-Mail an texte@morphjournal.de. Gerne verweisen wir auch auf Internetseiten und Blogs von Autorinnen und Autoren und machen auch auf unabhängige Verlage und Buchhandlungen sowie auf Netzwerke, die sich der Nischengattung Lyrik widmen, aufmerksam.
Literatur lebt vom Lesen und vom Gespräch. mo.rph versteht sich als Einladung zu diesem Gespräch.
