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Brigitte Barner – im Schatten
im Schatten im Schatten des alten Baumeslernten wir das Flüsternkonnten das Ungesagte hörenein Ast fand den andernund wir erkannten unsin den Wurzelnfort gingen wirberauscht vom Blätternerst wenn die Stille uns wiederfindetwächst unter unserem Blickein leiser Wald Resonanz Brigitte Barner empfängt in ihrem Gedicht im Schatten ihre Leserinnen und Leser nicht mit einem Bild, sondern mit… Continue reading
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Michael Eschmann – Entflohene Tage
Entflohene Tage Für Aleksandra Pristin Denke daran:Tage entfliehen nichtebenso wenig die Stunden. Beide sind nur woanders.Und kehren irgendwannin Träumen zurück. Du wirst sie zunächstvielleicht nicht erkennen,jedoch auf Papier festhalten wollen.Sie werden sich sträuben,vielleicht werden sie Dich aber auch umarmen. So wie Geschichtenmanche Leser umarmenimmer fest und leidenschaftlich. Was auch immer geschehen mag,geschieht notwendig,flüstern Philosophen. Du… Continue reading
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Delusion of Desire – Zwischen Begehren und Verwandlung
Werkstattabend der Szeneklasse von Vera Nemirova an der UdK Berlin Es gehört zu den schönsten Momenten künstlerischer Lehre, wenn sie nicht mehr wie Lehre aussieht, sondern bereits wie Kunst. Genau dies verspricht der Werkstattabend Delusion of Desire der Szeneklasse von Vera Nemirova am 17. Juli 2026 im Großen Probensaal der Universität der Künste Berlin. Vera… Continue reading
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Haiku-Variation [1.26]
Stefan Plasa licht.herzhall.end widerundwieder grau.see Resonanz Das europäische Missverständnis des Haiku beginnt häufig dort, wo seine Silben gezählt werden. Die berühmte Formel 5–7–5 lässt sich aus dem Japanischen nur bedingt übertragen, weil sie auf den on, den Moren (kleinsten Lauteinheiten), nicht auf unseren Silben beruht. Wer im Deutschen lediglich die Zahl der Silben nachbildet, verfehlt… Continue reading
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Die Sprache weiß mehr als die Geschichte
Christine Wunnicke – Würdigung anlässlich der Zuerkennung des Georg-Büchner-Preises 2026 Es soll ja Lyriker geben, die Romane nur deshalb lesen, um sich anschließend bestätigt zu fühlen, dass Gedichte die elegantere Lösung gewesen wären. Christine Wunnickes Bücher gehören nicht in diese Kategorie. Sie erinnern vielmehr daran, dass Präzision keine Frage der Seitenzahl ist. Dass Christine Wunnicke… Continue reading
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Wird Welt ge-zählt oder er-zählt?
Was möglicherweise nicht hierher gehört, aber einmal gesagt werden muss. Es gibt keine Gerechtigkeit der Geschichte. Geschichte ist kein Gerichtshof. Sie spricht keine Urteile und verteilt keine Strafen. Sie bewahrt nur die Spuren dessen, was Menschen einander antaten und dessen, was sie füreinander wagten. Die Tyrannen glaubten, ihre Namen würden aus Stein bestehen. Doch der… Continue reading
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Leseempfehlung: Lyrik von Diana Jahr
in der stille | werden wir durstig sein: lyrische betrachtungenGedichte von Diana Jahr Die Gegenwart verwechselt Aufmerksamkeit gern mit Bedeutung. Was laut ist, scheint wichtig. Was sich rasch verbreitet, gilt als gelungen. Auch die Literatur bleibt von dieser Logik nicht unberührt. Dabei entstehen die nachhaltigsten Bücher oft anders. Sie drängen sich nicht in den Vordergrund.… Continue reading
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Böhmen liegt am Meer. oder: Die Topographie der Hoffnung
Gedanken zu Ingeborg Bachmanns Gedicht Böhmen liegt am Meer, anlässlich des 100. Geburtstages. Es gibt Gedichte, die erzählen eine Geschichte. Andere beschreiben eine Landschaft. Ingeborg Bachmanns Böhmen liegt am Meer tut weder das eine noch das andere. Es entwirft einen Ort, den es geographisch nicht gibt – und der gerade deshalb zu einem der wirklichsten… Continue reading
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siehe. ich lebe. sprachlos. mit allen künftigen
[stefan plasa] ja. die blinden fenster. wenn das schicksal vermieden wird | alles sagt. hier sein. auch wenn sich nichts ereignet | alles ruft. nach anschau. und aussicht | alles besitzen die wanderer. auch wenn sie scheinbar nichts heimbringen | die erde bleibt ein verschwiegenes gefilde | dreht das gehördem himmlischen zu. wo es nicht… Continue reading
